Weil er ein Paar Stiefel an sich genommen hatte, wurde er wegen „Plünderung“ denunziert und hingerichtet: Das Schicksal von Joseph Weiss verdeutlicht die Absurdität, Unverhältnismäßigkeit und Unmenschlichkeit, wie sie im Nationalsozialismus in Deutschland Normalität waren. Joseph Weiss war ein französischer Zwangsarbeiter in Ulm. In seiner Heimat hinterließ er eine junge Ehefrau und zwei kleine Kinder. Sein Leichnam wurde zur Abschreckung am Standort des heutigen Humboldt-Gymnasiums aufgehängt. Seit 12. April 2025 erinnert an der Keplerstraße/ Ecke Schaffnerstraße ein Mahnmal an sein Schicksal. Es ist von Schülerinnen und Schülern entworfen worden.
Quelle: Stadt Ulm – Aktuelle Meldungen